Nach dem Skandal um weitergegebene Konto- und Adressdaten fürchtet der Deutsche Dialogmarketing Verband wohl um seine Pfründe: Eine Beschneidung der Werbefreiheit sieht er in der Forderung von Verbraucherschützern und Politikern, den Handel mit Adressen nur nach aktiver Zustimmung des Kosumenten zu erlauben.
Aber halt - war da nicht noch etwas?
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung steht zweifelsohne deutlich höher als das Interesse der Werbewirtschaft an Verkauf von Adressen und der "Information" von Verbrauchern. Und was einige ach so verantwortungsbewusste Unternehmen mit den Daten von Mitarbeitern angefangen haben, ist längst bekannt. Vor der Privatsphäre der Kunden wird kaum einer Respekt haben, der schon die eigenen Mitarbeiter nicht achtet.
Also: Für eine Beschneidung der Werbefreiheit!
Wer will, dass seine Adresse weitergegeben wird, kann das gerne tun - nur die deutliche Mehrheit der Bürger will das eigentlich nicht.
Tipp:
Merkblatt der Regierung von Mittelfranken zum Adresshandel