Diese Meldung macht derzeit die Runde durch die Medien (vgl. http://de.internet.com/index.php?id=2053299§ion=Marketing-Statistics, http://www.heise.de/newsticker/meldung/99931). Leider jedoch ohne jede Hintergrundinformation:
- In den meisten Schulen gibt es lediglich einen oder zwei EDV-Räume. Diese werden häufig durch den planmäßigen Informatik-Unterricht belegt und können in dieser Zeit natürlich nicht anderweitig genutzt werden.
- Ein übertriebener Einsatz moderner Technik im Unterricht ist nicht unbedingt sinnvoll. Der "Computer-Bonus" verfliegt schnell und wandelt sich zum "Nicht schon wieder in den Computerraum...".
- Für eine grundlegende EDV-Ausbildung fehlt es an entsprechend vorgebildeten Lehrkräften. Das bedeutet nicht, dass die meisten Lehrer nicht mit dem Computer umgehen können (ganz im Gegenteil)! Nur benötigt man für entsprechende Ausbildungsprogramme weit mehr als nur Standard-Office-Kenntnisse. Im Bereich Informatik besteht bereits jetzt ein eklatanter Mangel, häufig kann die Grundversorgung mit Informatik-Lehrkräften nur mit großer Mühe gesichert werden.
- Und das am weitesten verbreitete Missverständnis: EDV-Ausbildung ist nicht Informatik! In der Informatik geht es vorwiegend um Informationsdarstellung und -verarbeitung und die damit verbundenen Konzepte - aber nicht um konkrete Anwendungen o.ä..
Aber selbstverständlich birgt der Computer-Einsatz im Unterricht auch viele Vorteile: